19 Rätselstationen rund um den Speicherteich, ein Panoramarundweg mit Kinderwagen und ein Kobold, der Hilfe braucht. Es gibt Wanderungen, für die Kinder erst überredet werden müssen. Diese gehört nicht dazu.
Oben an der Bergstation der Hochalmbahn wartet Kodok, der Hüter der Glemmtaler Berge, mit einem Problem – und Kinder lösen Probleme bekanntlich lieber, als Höhenmeter zu zählen. Auf rund zwei Kilometern führt der Weg einmal um den Speicherteich Hochalm, vorbei an 19 Stationen zum Kurbeln, Rätseln und Ausprobieren. Nebenbei erfahren große und kleine Gäste, wie viel Technik und Handarbeit in einer Gondelbahn stecken.
Vom Hotel Alpin Juwel sind es nur wenige Minuten talaufwärts bis zur Talstation. Damit zählt der Wissensweg zu den Ausflugszielen im Familienurlaub Hinterglemm, die sich auch spontan am Vormittag ausgehen – und die man am Nachmittag entspannt wieder verlässt.
Kodok war lange als frecher Kobold bekannt. Über die Jahre ist aus ihm ein besonnener Hüter der Berge geworden, der auf Tiere, Wälder und Wanderer aufpasst.
Weil sein eigenes Zuhause gerade rundum erneuert wird, verbringt Kodok den Sommer auf der Hochalm – und schaut dort den Bergbahnmitarbeitern über die Schulter. Wie funktioniert eine Gondelbahn eigentlich? Wie schwer ist so ein Stahlseil? Und was passiert im Sommer, damit im Winter alles sicher läuft? Alles, was er herausgefunden hat, hat Kodok in seinem Zauberbuch notiert. Dann kam ein kräftiger Bergwind und hat einige Seiten davongetragen.
Hier kommen die kleinen Gäste ins Spiel: Mit dem Abenteuerpass in der Hand lösen sie unterwegs die Rätsel, sammeln Hinweise und helfen Kodok, sein Wissen wieder zusammenzutragen. Den Pass gibt es an der Talstation der Hochalmbahn.
Anfassen statt anschauen
An den Stationen wird gekurbelt, gehoben, gezogen und geraten. Wer schon einmal versucht hat, ein echtes Seilbahnstück anzuheben, hat einen bleibenden Eindruck davon, was so ein Stahlseil aushält.
Der Speicherteich als Mittelpunkt
Der Rundweg führt um den Speicherteich Hochalm, der im Winter das Wasser für die Beschneiung liefert. Im Sommer ist er vor allem eines: ein ruhiger, sonniger Platz mit weitem Blick auf die Pinzgauer Grasberge. Eine gute Stelle für die Jause aus dem Rucksack.
Bewegung zwischendurch
Zwischen den Denkaufgaben liegen kleine Kletter- und Balancierelemente. Kinder, die zwischen zwei Rätseln noch Energie loswerden wollen, finden hier Gelegenheit dazu.
Blick hinter die Kulissen
In den Sommerferien geben die Bergbahnen an einem Tag pro Woche Einblick in die Technik hinter dem Liftbetrieb. Die aktuellen Termine liegen an der Rezeption des Alpin Juwel auf.
Der Wissensweg gehört zu den wenigen Bergwegen im Tal, die sich vollständig mit dem Kinderwagen befahren lassen. Der Untergrund ist breit und gut verdichtet, Stufen gibt es keine.
Zwei Dinge machen den Unterschied: Luftreifen rollen auf dem Almuntergrund deutlich angenehmer als harte Kunststoffräder, und ein Buggy mit Feststellbremse ist auf den leicht geneigten Abschnitten ruhiger unterwegs. Wer lieber ohne Wagen geht, leiht sich eine Rückentrage – Familie Schwabl und ihr Team stellen im Alpin Juwel auf Anfrage welche bereit.
Von der Haustür des Alpin Juwel führt der Weg talaufwärts zur Talstation der Hochalmbahn. Mit dem Auto sind es wenige Minuten, direkt bei der Talstation stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Genauso bequem geht es mit dem Ortsbus, der mit der JOKER CARD kostenlos genutzt werden kann.
Die JOKER CARD ist für Gäste im Alpin Juwel im Aufenthalt inkludiert und an der Rezeption erhältlich. Sie deckt die Bergbahnen im Tal ab – die Fahrt auf die Hochalm kostet damit nichts extra. Wer ein Hotel in Hinterglemm mit JOKER CARD sucht, hat also mit dem ersten Frühstück bereits den Liftpass in der Tasche.
Vormittags starten
Die Hochalm liegt auf einem offenen Plateau, Schatten gibt es unterwegs kaum. Am Vormittag ist es angenehmer, und die Stationen sind weniger frequentiert.
An Sonnenschutz denken
Auf über 1.700 Metern wirkt die Sonne kräftiger, als es sich anfühlt. Hut, Sonnencreme und eine gefüllte Trinkflasche gehören in den Rucksack – nachfüllen lässt sich am besten schon im Hotel.
Feste Schuhe reichen
Schwere Bergschuhe braucht hier niemand. Sportschuhe mit griffiger Sohle sind völlig ausreichend, für Kinder ebenso.
Eine leichte Jacke einpacken
Am Speicherteich zieht es öfter, als der Blick vom Tal vermuten lässt. Eine dünne Windjacke pro Person spart Diskussionen.
Danach in die Ruhe
Zurück im Alpin Juwel trennen sich die Wege: Die Kinder erzählen von Kodok, die Eltern verschwinden im JU-WELL Spa oder in den Infinity-Pool mit Blick ins Glemmtal.
Talschluss Hinterglemm
Wenige Autominuten talaufwärts liegen die Golden Gate Brücke der Alpen, der Baumzipfelweg und das Wasserspielgelände Teufelswasser. Ein halber Tag geht hier schnell vorbei, vor allem an warmen Nachmittagen.
Montelinos Erlebnisweg am Kohlmais
Der passende Anschluss für Kinder, die nach Kodok noch nicht genug Geschichten gesammelt haben. Auch dieser Weg ist auf Familien mit kleineren Kindern ausgelegt.
Einkehr auf der Alm
Rund um Hinterglemm laden bewirtschaftete Almhütten mit Sonnenterrasse zur Rast ein. Kasnocken und Kaiserschmarrn stehen fast überall auf der Karte – die Rezeption verrät gerne, welche Hütte gerade am besten zur Wanderung passt.